Zwerchwand – Till Ann

Am gestrigen Sonntag war hervorragendes Wetter vorhergesagt. Deshalb löste ich ein Versprechen ein und ging mit meinem Schatz auf ihre erste Felstour. Nichts zu Schwieriges, gut abgesichert sollte es sein, was liegt da näher als die „Till Ann“ an der Zwerchwand zu gehen?


Schon am Parkplatz erfolgte die erste Lektion der heutigen Trainingseinheit „mein erster Fels“, die Simulation eines Sturzes:

Der Zustieg war mit ordentlich Schnee etwas mühsam, aber nicht arg schlimm. An der Wand angekommen versenkte ich erstmal mein Chalkbag in der „Randkluft“. Na gut, ist ja nur an Vierer, das geht auch ohne. Ich startete in die Route, Anja sicherte mich brav. Ich hängte immer 2 zwei Seillängen zusammen, um das Standgewurschtel zu minimieren. Nun durfte Anja ihre ersten Felsmeter klettern, was sie auch bravourös tat:

Im Frühjahr ist es zwar deutlich einsamer im Gimpelkar als zur Hochsaison im Sommer. So ganz allein waren wir dennoch nicht: Zwei Seilschaften waren im „Zwerchweg“ nebenan, zwei Wanderer sind auf die Rote Flüh gestiegen – Das Motiv konnte ich mir natürlich nicht entgehen lassen:

Am Ende der Tour auf dem Grat angekommen, manifestierte sich bei meiner ansonsten resoluten Begleiterin eine gewisse Animosität gegenüber der Ausgesetztheit und Höhe…

Nach einem kurzen Gipfelvesper dirigierte ich sie behutsam zur Abseilstelle. Jetzt durfte Anja gleich noch ihre ersten Abseilmeter hinter sich bringen. Natürlich freihängend, man wächst schließlich mit seinen Aufgaben! 😉

Als wir unser Rucksackdepot erreicht hatten, kroch ich mit voll ausgefahrenen Lekis bewaffnet noch Kopf voraus in den Schrund, um nach meinem Lügenpulver zu angeln. Und siehe da, nach einigen Versuchen konnte ich dem garstigen Höllenschlund das Sackerl wieder entreißen! Der Abstieg verlief problemlos, wir belohnten uns hernach mit einem kleinen Fressgelage im Amt zu Sonthofen. Guat wars! Danke an die Anja, die mich als Lehrer ertragen und auf ihrer ersten Felstour eine sehr gute Figur abgegeben hat. Hier noch die Bilder als Galerie:

Über Bene

I bin da Scheef vo dera Seitn do!
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