Gaichtspitze Solo

Eigentlich hatte ich dem Schnee, Winter und Saurei-Klettern ja letzte Woche feierlich abgeschworen. Aber es hat nun mal kein Traumwetter, was bleibt einem da Anderes übrig? Partner hatte ich auch keinen, muss an meiner schrecklichen Persönlichkeit liegen. Also hab ich mich an der Gaichtspitze selbst bespaßt…
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Die Gaichtspitze ist ein unscheinbarer Berg, der das Tannheimer vom Lechtal trennt. Hier hat Pat Schwarzmann 2011 ein paar Routen eingebohrt. Mit der Hahnenkamm-Bahn kommt man rasch in seine Nähe.

Von der Bergstation aus musste nur noch ein etwas kitzliger Hang traversiert werden und schon war ich am Einstieg zu… Naja, eben der ersten Route die ich gefunden habe. Leider hat der Pat bisher noch kein Topo der Wand rausgerückt. Also aufgerödelt und eingestiegen.

Die ersten beiden Seillängen hängte ich zusammen. Vorteil beim Rope Solo ist ja, dass das Seil nicht mitläuft und deshalb die Seilreibung keine Rolle spielt. Die ersten 5m ballerten schon mal ordentlich, waren aber gut geboltet. Danach kamen im Sommer recht einfache Stellen, die leider mit ordentlich Schnee auf zwei Bändern etwas mühsam waren. Ich kletterte mit Bergschuhen aber ohne Steigeisen. Das war zwar sicher nicht ideal aber ein guter Kompromiss für verschiedene Stellen. Auch das Eisgerät kam im guten Allgäuer Steilgras manchmal zum Einsatz.

Kurz vor Ende der dritten Seillänge warf mich die Tour dann doch ab. Ein Aufschwung leitet auf ein schneebedecktes Schotterband. Dort konnte ich mich auch mit allen mir zur Verfügung stehenden Aiding-Tricks nicht hoch mogeln, nach mehreren Versuchen rumpelte ich in die letzte Exe zurück.

Das Wetter war sowieso gerade dabei, zu zu machen, also seilte ich ab und zog einen Kreis. Ich erreichte etwa halbe bis 2/3 Wandhöhe. Kein heroischer Gipfelsieg, aber schön war´s trotzdem mal wieder. Danke an meinen Seilpartner Grigri P., du hast mich souverän gehalten! :-)

Über Bene

I bin da Scheef vo dera Seitn do!
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